Demo am 22.5.26 (13 Uhr): Entschlossen gegen Kürzungen! Kinder- und Jugendrechte verteidigen!

Das Netzwerk Tu was, Hamburg! unterstützt den Aufruf der Interessenvertretung Offene Arbeit (IVOA) zur Demonstration unter dem Motto „Entschlossen gegen Kürzungen! Kinder- und Jugendrechte verteidigen!“ am 22.5.26 um 13 Uhr. Auftakt ist am Hachmannplatz (Hamburg Hbf.) und dann zieht die Demonstration zur SPD-Parteizentrale.

Mehr Informationen sind auf der Seite der IVOA zu finden: https://www.entschlossen-offen.de/2026/04/30/demo-kuerzungen/

Drohender Kahlschlag im Sozialen

Jugendhilfe und Eingliederungshilfe stehen aktuell, so wie der gesamte Sozialstaat und die öffentlich finanzierte soziale Infrastruktur, unter hohem Druck. Das Mitte April vom Paritätischen geleakte Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ einer Arbeitsgruppe aus Mitgliedern mehrerer Bundesländer, Bundesministerien (BMBFSFJ, BMAS) und drei kommunalen Spitzenverbänden mit Plänen für milliardenschwere Kürzungen im Bereich der Jugendhilfe und Eingliederungshilfe ist das jüngste Beispiel dafür.

Die Kürzungen sollen, wenn es nach den Autoren des Papiers geht, vor allem durch den Abbau von Rechtsansprüchen und Standards geschehen, aber auch die Rücknahme des Unterhaltsvorschusses und die Streichung der Assistenzleistungen der Eingliederungshilfe in Kita und Schule werden ins Spiel gebracht. Widerstand dagegen ist dringend nötig!

Das Papier ist in Verbindung mit einer Einordnung des Paritätischen hier abrufbar: https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/enthuellung-kahlschlag/

Senatsbefragung im Familienausschuss – Kundgebung am 23.01.2026

Am Freitag, den 23. Januar 2026 findet von 14 bis 17 Uhr die Sitzung des Familienausschusses der Bürgerschaft im Gebäude Adolphsplatz 6, 2. OG, im Sitzungssaal 2.04 statt. Der Senat wird dort zu den Stellungnahmen und Ergebnissen der Expert:innenanhörung vom 12.12.25 befragt, in der die Kolleg:innen ordentlich auf den Putz gehauen haben (vgl. dazu das Wortprotokoll der Expert:innenanhörung).

Wir rufen alle auf gemeinsam vor Ort sein, um uns weiterhin entschlossen und deutlich gegen die skandalöse Kürzungspolitik zu positionieren.

Vor dem Familienausschuss, um 13 Uhr, hat die Interessenvertretung Offene Arbeit (IVOA) wieder zu einer Kundgebung auf dem Adolphsplatz eingeladen, um unserer Sache Öffentlichkeit und unseren Stimmen Nachdruck zu verleihen. Schaut hier: https://www.instagram.com/ivoa_hamburg/p/DTfR2j0Dbsy/
Damit wir gut sichtbar und hörbar sind, bringt gerne Plakate, Transparente, Trillerpfeifen oder ähnliches mit! Lasst uns gemeinsam laut für eine starke offene Arbeit und eine Jugendhilfe einzutreten, die gute und demokratische Bedingungen für das Aufwachsen und Leben in dieser Stadt schafft!
Von der Kundgebung gehen wir dann gemeinsam in den Familienausschuss. Kommt zahlreich, verbreitet die Ankündigungen über eure Kanäle weiter und lasst uns dem Senat Beine machen!

Expertenanhörung im Familienausschuss der Bürgerschaft zur Lage der Jugendhilfe am 12.12.2025 von 14-17 Uhr (Update: 7.1.26)

Am 12. Dezember findet von 14-17 Uhr im Familien-, Kinder- und Jugendausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft eine öffentliche Expertenanhörung zur Lage der Jugendhilfe statt. Die Tagesordnung ist hier abrufbar: Tagesordnung.

Die Veranstaltung findet im Sitzungssaal 2.04, 2. Obergeschoss, Adolphsplatz 6, 20457 Hamburg statt.

Für 13 Uhr ruft die Interessenvertretung Offene Arbeit (IVOA) zu einer Kundgebung vor dem Gebäude Adolphsplatz 6 auf, um gegen die derzeit geplanten Kürzungen im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Familienförderung zu protestieren (vgl. Pressemitteilung der IVOA vom 5.12.25 und Berichterstattung von NDR und taz). Wir rufen alle Interessierten zur Teilnahme auf!

Berichterstattung:

Wortprotokoll:

Mittlerweile (07.01.2026) ist auch das Wortprotokoll der Sitzung in der Parlamentsdatenbank abrufbar: Download

Im Kontext der Anhörung sind die Schriftlichen Kleinen Anfragen 23/2249 (Zur Situation der Offenen Kinder- und Jugendarbeit) sowie 23/2334 (Zur Situation im Allgemeinen Sozialen Dienst) und die Antworten des Senats, die auch auf der Seite Materialien aufgeführt sind, lesenswert.

Kundgebung vor der Sitzung des Familienausschusses
Vor Beginn der Sitzung des Familienausschusses

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„Wer bin ich – ohne Dach überm Kopf?“ Straßenkinder in Hamburg – Housing First (Aufzeichnung online)

Wie kann es sein, dass immer mehr junge Menschen obdachlos werden? Mindestens 150 in Hamburg unter 14, weit mehr ältere Jugendliche! Wie erleben sie diese Situation? Was suchen und brauchen sie? Welche Antworten hat das Hilfesystem? Wer trägt Verantwortung in der Politik?

Lärry Beckmann schildert ihre eigenen Erfahrungen als 15-Jährige auf Hamburgs Straßen, wirbt für ein Angebot (z.B. „Momo“), in dem die Betroffenen eine entscheidende Beteiligung und Mitsprache haben.

Ronald Prieß, als „Botschafter der Straßenkinder“, und Malte Block, Bereichsleiter eines großen Trägers, belegen mit ihr zusammen die Notwendigkeit und die Chancen eines individuellen, niedrigschwelligen, umfassenden, aber flexiblen Hilfeangebots, dessen Basis ein Wohnungspool ist (Housing First): Vertrauensvorschuss statt Wegsperren. Haltende Beziehung statt Erziehung, Halt statt Ausschluss, Sichern des Grundrechts Wohnen, das auch nach Auslaufen der Hilfen bestehen bleibt. Immer wieder wird auf positive Erfahrungen bestehender Modelle im Ruhrgebiet verwiesen. Folgt Hamburg?

Prof. Dr. Thomas Bock im Gespräch mit Lärry Beckmann (Erfahrung mit früher Obdachlosigkeit), Ronald Prieß (Botschafter der Straßenkinder in Hamburg, AK Kinder, Jugend und Bildung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 e.V.), Malte Block (Housing First)

Weitere Infos finden sich auch auf www.irremenschlich.de.

Bericht über den Kinder- und Jugendhilfegipfel am 4. April 2025

Auf der Seite zum Kinder- und Jugendhilfegipfel am 4. April 2025 ist nun ein erster Bericht über die Veranstaltung zu finden. In den nächsten Tagen werden weitere Elemente zur Dokumentation und Auswertung folgen.

Die Erklärung „Kinder- und Jugendhilfe kann nicht neutral sein – sie muss sich positionieren! Zum Neutralitätsgebot als Disziplinierungsinstrument“ kann hier als gestaltetes Flugblatt heruntergeladen werden:

 

In Hamburg tut sich was! – Zum Jugendhilfe-Gipfel am 4. April

Der zweite Kinder- und Jugendhilfegipfel unter dem Motto „Tu was, Hamburg!“, der am Freitag, d. 4. April in den Räumlichkeiten der Patriotischen Gesellschaft von 1765 stattgefunden hat, war mit über 150 Teilnehemerinnen und Teilnehmern sehr gut besucht. In sechs Workshops, einer Vollversammlung und im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurde angeregt diskutiert und Schritte für weitere Aktivitäten verabredet. Der NDR berichtete hier und hier über den Gipfel.

Im Rahmen der Vollversammlung wurd aus aktuellem Anlass eine Erklärung zum „Neutralitätsgebot als Disziplinierungsinstrument“ verabschiedet. Sie steht unter der Überschrift „Kinder- und Jugendhilfe kann nicht neutral sein – sie muss sich positionieren!“ und kann hier nachgelesen werden.

In den nächsten Tagen werden wir auf dieser Seite eine Dokumentation der Veranstaltung (Videos, Fotos und Präsentationen) sowie weitere Infos zu nächsten Aktivitäten veröffentlichen.