Jugendparlament

Das Jugendparlament der geflüchteten Kinder und Jugendlichen

Entstehung und Selbstverständnis

Das Jugendparlament hat sich im Jahr 2022 gebildet. In den Angeboten von First Contact e.V. fingen geflüchtete Kinder und Jugendliche aus Hamburger Wohnunterkünften an, gemeinsam über ihre Lage und Perspektive mit miteinander zu sprechen und nach Lösungen zu suchen. Mit ihren sozialen BetreuerInnen besprachen sie Themen aus ihrer Lebenswirklichkeit
wie

  • Kinderrechte: Was sind unsere Rechte, wie können wir sie bekommen und wie fordert man sie wirksam ein?
  • Gerechtigkeit & Teilhabe: Wie kann das System für geflüchtete Kinder gerechter werden und wie gelingt echte gesellschaftliche Teilhabe?
  • Wohnsituation: Die Verbesserung der oft belastenden Lebenslage und Unterbringung direkt in den Unterkünften.

Aus der eigenen Not heraus entstand der Antrieb, die Teilhabe an der Gesellschaft aus ihrer eigenen Perspektive aktiv einzufordern und sie mitzugestalten.
Die Kinder und Jugendlichen beschlossen nach Gesprächen, ihre Anliegen dem Jugendhilfeausschuss im Bezirk Hamburg-Mitte vorzutragen und sind seitdem regelmäßige TeilnehmerInnen an dessen Sitzungen.

Um eine größere Fachöffentlichkeit und politische Aufmerksamkeit zu erreichen wurden bisher drei gut besuchte Fachtagungen mit Unterstützung des Tu was Hamburg!-Bündnis durchgeführt.

Die jungen Menschen mussten leider schmerzhaft erfahren, dass die bestehenden Missstände bisher kaum verbessert wurden und der Prozess der Veränderung auch Durchhaltevermögen braucht.
Es gilt also, weiter Unterstützung zu organisieren, damit die Rechte junger Menschen durchgesetzt werden und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft verwirklicht wird.