{"id":461,"date":"2025-01-20T21:55:37","date_gmt":"2025-01-20T20:55:37","guid":{"rendered":"https:\/\/tu-was-hamburg.de\/?p=461"},"modified":"2025-12-04T16:38:40","modified_gmt":"2025-12-04T15:38:40","slug":"fachveranstaltung-obdachlose-kids-von-der-strasse-holen-21-02-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tu-was-hamburg.de\/?p=461","title":{"rendered":"Fachveranstaltung &#8222;Obdachlose Kids von der Stra\u00dfe holen!&#8220; (21.02.25)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.tu-was-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/FVA_Obdachlose_Kids_von_der_Strasse_holen_A4.pdf\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-675 alignright\" src=\"https:\/\/www.tu-was-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/flyer_FVA_ObdachloseKidsVonDerStrasseHolen-211x300.jpg\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.tu-was-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/flyer_FVA_ObdachloseKidsVonDerStrasseHolen-211x300.jpg 211w, https:\/\/www.tu-was-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/flyer_FVA_ObdachloseKidsVonDerStrasseHolen.jpg 429w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/a>Am <strong>21. Februar 2025<\/strong> von <strong>9:30 &#8211; 14:30 Uhr<\/strong> im <strong>Wichern-Saal<\/strong> des <strong>Rauhen Hauses<\/strong>, Horner Weg 190, 22111 Hamburg<\/p>\n<p><span class=\"fontstyle0\">Es ist inzwischen Alltag in vielen Gro\u00dfst\u00e4dten \u2013 so auch in Hamburg: Immer mehr Minderj\u00e4hrige und junge Erwachsene sind ohne Obdach. Der Mittelpunkt in ihrem Leben ist die Stra\u00dfe. Sie pendeln zwischen der Stra\u00dfe und der Kinder\u2010 und Jugendhilfe, kommen zwischendurch bei Freunden und Bekannten unter oder kehren \u2013 in vielen F\u00e4llen kurzzeitig \u2013 zu ihren Eltern zur\u00fcck. Wenn es sehr schlecht l\u00e4uft, landen sie bei dubiosen Erwachsenen auf dem Sofa. Sie leben vom Betteln, klauen Lebensmittel oder prostituieren sich. Viele landen auch beim Kinder\u2010 und Jugendnotdienst, einige verlassen diesen auch wieder mit oder ohne Perspektive, andere verbleiben dort ohne Anschlussangebote, weil sie nicht in einer Gruppe leben k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle0\">Mindestens 150 Minderj\u00e4hrige leben in solchen Verh\u00e4ltnissen auf Hamburgs Stra\u00dfen! Das hat die <em>AG Wohnungen f\u00fcr Stra\u00dfenkinder<\/em> aus den Antworten des Hamburger Senats auf eine Gro\u00dfe Anfrage der Partei DIE LINKE errechnet. Dieser Zustand ist nicht vom Gesetz gedeckt. Nach dem Kinder\u2010 und Jugendhilfegesetz m\u00fcssen diese Kinder und Jugendlichen in Obhut genommen werden. Und zwar nicht erst 2030, wie es die Europ\u00e4ische Union, die Bundesregierung und auch der Hamburger Senat f\u00fcr alle Obdachlosen anstreben, sondern zeitnah.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle0\">Deswegen hat sich die <em>AG Wohnungen f\u00fcr Stra\u00dfenkinder<\/em>, die im Rahmen des Netzwerkes von <em>Tu Was, Hamburg!<\/em> aktiv ist, zum Ziel gesetzt, diesen Zustand zu beenden. Wir haben ein <a href=\"https:\/\/www.tu-was-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Housing-First-Eckpunktepapier-Wohnungen-fuer-Strassenkinder-2024_layout_12.01.25.pdf\">Eckpunktepapier<\/a> verfasst, das ein neues Angebot f\u00fcr die Kinder\u2010 und Jugendhilfe vorschl\u00e4gt. Vorbild ist die Praxis der <a href=\"https:\/\/www.werkstatt-solidaritaet-essen.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Werkstatt Solidarit\u00e4t Essen gGmbH<\/em><\/a> in Nordrhein\u2010Westfalen. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle0\">Kernpunkte dieses Vorschlags sind: Ein integriertes Angebot von Stra\u00dfensozialarbeit, p\u00e4dagogisch intensiv begleitetem Einzelwohnen und Nachsorge. Das Angebot soll m\u00f6glichst kooperativ und tr\u00e4ger\u00fcbergreifend erfolgen, damit die besten Ideen verbunden werden und es soll einen Wohnungspool geben, aus dem mit Belegbindungen zeitnah geholfen werden kann. Dieser Pool ist auch f\u00fcr Jugendliche gedacht, damit diese nicht mit 18 Jahren aus der Jugendhilfe in die Obdachlosigkeit entlassen werden. Dieses Angebot ist als Erg\u00e4nzung zu schon bestehenden Housing\u2010First\u2010Projekten und Notschlafstellen gedacht, die wir begr\u00fc\u00dfen. Das Angebot richtet sich an Jugendliche, die nicht in der Lage sind, in Gruppen zu leben oder das nicht wollen und die ein langfristiges Angebot ben\u00f6tigen. Wer erfolgreich bis zum 18. Lebensjahr in so einer Wohnung gewohnt hat, \u00fcbernimmt die Wohnung mit einem eigenen Mietvertrag. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle0\">In Nordrhein\u2010Westfalen gibt es schon 234 solcher Pl\u00e4tze, betrieben von der Werkstatt Solidarit\u00e4t Essen. Fast 300 Wohnungen wurden dort nach erfolgreicher Arbeit an vollj\u00e4hrige Jugendlichen \u00fcbergeben. Die Wohnungen stellt die Wohnungswirtschaft zur Verf\u00fcgung.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle0\">In mehreren Gespr\u00e4chen mit der Sozialbeh\u00f6rde versuchen wir nun, so ein Angebot auch in Hamburg zu etablieren. Wir haben einen sechs Punkte umfassenden Arbeitsplan erstellt, denn es gibt noch einige Fragen zu kl\u00e4ren: Neben rechtlichen Fragen m\u00fcssen Anbieter gefunden werden, die im Kooperationsverbund oder alleine so ein Angebot machen wollen, es m\u00fcssen Fachkr\u00e4fte f\u00fcr so ein Angebot gefunden und es muss gekl\u00e4rt werden, wie viele Mittel f\u00fcr so ein Angebot zur Verf\u00fcgung gestellt werden m\u00fcssen. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle0\">Hilfreich ist daf\u00fcr, dass die <em>Werkstatt Solidarit\u00e4t Essen<\/em> bereit ist, ihre bisherigen Erfahrungen und ihre erworbenen Fachkenntnisse einschlie\u00dflich Informationen \u00fcber die Kostenstrukturen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Um die bisherigen \u00dcberlegungen vorzustellen und die noch vorhandenen Fragen mit der Fach\u00f6ffentlichkeit zu diskutieren, laden wir zu einer Fachveranstaltung gemeinsam mit Mitarbeiter* innen der Evangelischen Hochschule f\u00fcr Soziale Arbeit &amp; Diakonie und dem dortigen ASTA ein.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>Ablauf:\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>9:30 Uhr<\/strong> <strong>Ankommen<\/strong> und <strong>Begr\u00fc\u00dfung<\/strong> durch Prof. Dr. Christof Beckmann<\/p>\n<p><strong>10:00 Uhr Start mit zwei einleitenden Referaten und Nachfragen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Peter Heemann (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der <em>Werkstatt Solidarit\u00e4t Essen gGmbH<\/em>) zur Idee und Praxis ihres Angebots in NRW<\/li>\n<li>Prof. Dr. Johannes Richter (<em>Ev. Hochschule f\u00fcr Soziale Arbeit &amp; Diakonie<\/em>) mit einer Bewertung des Eckpunktepapiers aus Sicht der Wissenschaft<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>12:00 \u2013 13:00 Uhr Mittagspause (inkl. beitragsfreiem Essen)<\/strong><\/p>\n<p><strong>13:00 &#8211; 14:30 Uhr Podiumsgespr\u00e4ch unter Einbeziehung des Publikums<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Malte Block (Jugendsozialarbeit, basis &amp; woge e.V.)<\/li>\n<li>N.N. (AK Wohnraum f\u00fcr junge Menschen)<\/li>\n<li>Matthias Stein (Sprecher LAG Kindheit und Jugend und Mitglied im LJHA)<\/li>\n<li>Dr. Dirk Bange (Sozialbeh\u00f6rde, Amtsleitung Amt f\u00fcr Familie)<\/li>\n<li>Mareike Engels (MdHB, sozialpolitische Sprecherin der Gr\u00fcnen Fraktion, B\u00fcndnis 90\/DIE GR\u00dcNEN)<\/li>\n<li>Dr. Andreas Dressel (Finanzsenator, angefragt)<br \/>\n<strong>Moderation:<\/strong> Prof. Dr. Cora Herrmann (Hochschule f\u00fcr Soziale Arbeit &amp; Diakonie) und Ronald Prie\u00df (Botschafter der Stra\u00dfenkinder, Tu Was, Hamburg!)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Veranstalter:<\/strong> <em>Tu Was, Hamburg!<\/em> in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Cora Herrmann und Prof. Dr. Christof Beckmann von der Evangelischen Hochschule f\u00fcr Soziale Arbeit &amp; Diakonie und dem AStA der Ev. Hochschule<\/p>\n<p><strong>Anmeldung bis 18.02.2025 unter <a href=\"mailto:tu-was-hamburg@gmx.de\">tu-was-hamburg@gmx.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tu-was-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/FVA_Obdachlose_Kids_von_der_Strasse_holen_A4.pdf\">Download Flyer als PDF<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 21. Februar 2025 von 9:30 &#8211; 14:30 Uhr im Wichern-Saal des Rauhen Hauses, Horner Weg 190, 22111 Hamburg Es ist inzwischen Alltag in vielen Gro\u00dfst\u00e4dten \u2013 so auch in Hamburg: Immer mehr Minderj\u00e4hrige und junge Erwachsene sind ohne Obdach. Der Mittelpunkt in ihrem Leben ist die Stra\u00dfe. 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